LexikonZ-Score Probability Waves
Z-Score Probability Waves
Bänder von ±1σ bis ±5σ um den gleitenden Mittelwert des Schlusskurses, dazu Ringe an den stärksten Ausschlägen der Historie. Die Bänder sind keine festen Kursmarken: Sie atmen mit der Volatilität, sodass dieselbe Bewegung in einem ruhigen Markt ein 3σ-Ereignis ist und in einem hektischen kaum eine Abweichung. Extreme zählen auf beiden Seiten als Erschöpfung, nicht als Richtungssignal.
So liest du sie
- Am Mittelwert (unter 1σ): normale Schwankung, keine Aussage.
- Zwischen 2σ und 3σ: Der Kurs ist im Verhältnis zur jüngsten Volatilität weit gelaufen. Das deutet auf Erschöpfung hin, kündigt aber keine Umkehr an.
- Über 3σ: selten und meist kurz. Oft folgt eine Rückkehr Richtung Mittelwert, entweder über den Kurs oder dadurch, dass die Bänder sich weiten.
- Enge Bänder: Die Volatilität ist gering. Schon kleine Bewegungen erreichen dann hohe Sigma-Werte.
In einem starken Trend läuft der Kurs oft lange am 2σ-Band entlang. Ein Extrem ist dann Ausdruck der Stärke, kein Verkaufssignal.
Gut zu wissen
- Ringe sind rückblickend: Die Auswahl betrachtet die ganze geladene Historie und nimmt die stärksten Ausschläge zuerst. Kommt ein stärkeres Extrem in der Nähe hinzu oder lädt der Chart mehr Historie nach, kann ein Ring verschwinden oder an eine andere Stelle wandern. Ringe sind Markierungen, keine Echtzeitsignale.
- Zeitebene: Auf Tageskerzen umfasst das 20er-Fenster knapp drei Wochen, und die Bänder liegen eng am Kurs. Auf 4D-Kerzen sind es 80 Tage, die Bänder öffnen sich zu Zonen, die über einen Zyklus lesbar sind.