LexikonLiquidationen

Liquidationen

Liquidationen sind Zwangsschließungen gehebelter Futures-Positionen: Reicht die Sicherheit nicht mehr, schließt die Börse die Position per Market-Order. Das Fenster zeigt je Kerze, wie viel auf der Long- und auf der Short-Seite liquidiert wurde. Es sind gemessene Werte, keine Schätzung.

So liest du sie

  • Long-Liquidationen (Balken nach oben, standardmäßig rot) sind Zwangsverkäufe. Eine große Spitze nach einem Kurssturz ist eine Long-Kaskade. Sie markiert oft ein vorläufiges Tief, weil die gehebelten Longs aus dem Markt sind.
  • Short-Liquidationen (Balken nach unten, standardmäßig türkis) sind Zwangskäufe. Eine große Spitze bei steigendem Kurs ist ein Short-Squeeze.
  • Lies Liquidationen zusammen mit dem Open Interest: Fällt es im selben Moment, war die Bewegung vor allem ein Abbau von Hebel.
  • Die Nulllinie liegt nicht unbedingt in der Mitte: Die Skala reicht nach oben bis zur größten Long-Summe und nach unten bis zur größten Short-Summe im sichtbaren Bereich.
  • Mit Wertlabel an Achse steht der größere der beiden Werte als Marke an der Skala, in der Farbe seiner Seite. Eine Kerze ohne Liquidationen steht dort als 0 auf grauem Grund.

Gut zu wissen

  • Kerzen vor dem Beginn der Daten sind grau hinterlegt, und der Fensterkopf nennt, ab wann es Werte gibt.
  • Stunden ohne Daten sind ebenfalls grau hinterlegt, und der Kopf ergänzt „lückenhaft“. Fehlt für eine Kerze mehr als die Hälfte, zeigt sie „–“ statt 0, damit eine Lücke nicht wie ein ruhiger Markt aussieht. Fehlt ein kleinerer Teil, sagt der Kopf beim Darüberfahren, wie viel davon erfasst ist.
  • Steht im Kopf „Untergrenze“, erfasst die Quelle nicht jede einzelne Liquidation. Die echten Summen können dann höher liegen.
  • Auf Sekunden- und Tick-Charts sind die Werte gröber als die Kerzen; der Kopf nennt die Auflösung.
  • Das Fenster gibt es nur für Symbole, die als Perpetual gehandelt werden.

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