LexikonLeitzinsen
Leitzinsen
Die beschlossenen Leitzinsen der vier Notenbanken, die den Preis des Geldes für einen großen Teil der Welt setzen: Federal Reserve, Europäische Zentralbank, Bank of Japan und Reserve Bank of Australia. Die amerikanische Kurve führt und ist nach Zonen eingefärbt, die drei anderen laufen zum Vergleich mit.
Zonen der US-Kurve
| Bereich | Einstufung |
|---|---|
| unter 1 % | Nullzinsnähe |
| 1 bis unter 2,5 % | Akkommodierend |
| 2,5 bis unter 5 % | Restriktiv |
| ab 5 % | Stark restriktiv |
Hilfslinien liegen bei 0, 1, 2,5 und 5 %. Unter 1 % ist der Hintergrund grün getönt, ab 5 % rot.
Die Zonen gelten nur für die US-Kurve. Ein Leitzins hat keine allgemeine Skala: 2 % sind für die Bank of Japan der höchste Stand seit Jahrzehnten, für die Fed die Untergrenze dessen, was sie als neutral ansieht. Die Bänder sind an der amerikanischen Geschichte geeicht. Die Neutralschätzung der Fed liegt seit Jahren um 2,5 %, und die letzten Straffungszyklen endeten zwischen 5 und 6,5 %.
So liest du sie
- Niveau der Fed: Wo der Preis des Dollars steht, gegen den jede Anlage auf diesem Terminal abgezinst wird.
- Abstände zwischen den Linien: Zinsdifferenzen erklären, warum Kapital zwischen Währungen wandert. Der Abstand zwischen USA und Japan ist die Grundlage des Yen-Carry-Trades (siehe „Yen Carry Trade Watcher“).
- Gleichlauf und Auseinanderlaufen: Senken alle vier zugleich, lockert sich die Geldpolitik weltweit. Laufen sie auseinander, bewegen sich oft die Wechselkurse.
Gut zu wissen
- Beschlossen, nicht gehandelt: Die Linien zeigen die beschlossenen Sätze. Der tatsächlich am Markt gezahlte Tageszins kann einige Basispunkte daneben liegen. Den effektiven US-Satz zeigt die Studie „FEDFUNDS“.
- Eine Notenbank fehlt: Liegt eine der vier Reihen nicht vor, fehlt nur ihre Linie, die übrigen werden weiter gezeichnet.
- Zeitebene: Ein Leitzins ändert sich wenige Male im Jahr. Gedacht für 1D, 4D und 1W; auf Stundenkerzen ist jeder sichtbare Ausschnitt eine waagerechte Linie.