LexikonGlobal Liquidity
Global Liquidity
Global Liquidity summiert die Bilanzen von Fed, EZB und Bank of Japan in Billionen US-Dollar, bei der Fed abzüglich der beiden großen Abflüsse Treasury General Account und Reverse Repo. Sie misst Zentralbankgeld, die Basis, auf der Banken und Märkte Kredit aufbauen, und liegt als Linie über dem Kurs. Viele Trader halten Bitcoin und Aktien gegen genau diese Kurve.
So liest du sie
- Über Monate und Quartale, nicht über Tage. Steigt das Aggregat, weiten die Notenbanken die Liquidität netto aus, das gilt als Rückenwind für Risikoanlagen. Fällt es, zieht sich Liquidität zurück.
- Form vergleichen: Läuft der Kurs mit der Linie, folgt der Markt der Liquidität. Steigt er, während die Linie fällt, fehlt ihm dieser Rückenwind.
- Die US-Abflüsse zählen: In den Jahren 2022 und 2023 haben TGA und Reverse Repo Beträge von über zwei Billionen US-Dollar aus dem System genommen und wieder zurückgegeben. An der Bilanzsumme der Fed allein war das kaum zu sehen, in dieser Kurve schon.
- Wechselkurse wirken mit: Wird der US-Dollar schwächer, steigen EZB- und BoJ-Anteil in Dollar gerechnet, ohne dass eine Notenbank etwas getan hat. Ein Teil jeder Bewegung ist also Devisenmarkt.
Gut zu wissen
- Die People’s Bank of China und die Bank of England sind nicht enthalten. Zusammen sind sie rund ein Fünftel des Welttotals, die Kurve deckt also etwa vier Fünftel ab.
- Das ist Zentralbankgeld, keine Geldmenge. Die Global Liquidity Index (US-Näherung) rechnet dagegen US-Geldmenge M2 plus Fed-Bilanz, ohne die Abflüsse.
- Die Bilanzen erscheinen wöchentlich oder monatlich mit Verspätung. Der rechte Rand kann deshalb einige Tage bis Wochen hinter heute liegen.
- Keine Einstellungen außer dem Stil. Gedacht für 1D bis 1W, voreingestellt ist 1W.