LexikonCOT-Positionierung

COT-Positionierung

Die COT-Positionierung zeigt, wie große Händlergruppen an den US-Terminbörsen positioniert sind: wer netto long, wer netto short ist und wie extrem das im Vergleich der letzten drei Jahre ist. Der Eintrag zeichnet nichts in den Chart, sondern öffnet das Widget COT-Report in einer Widget-Spalte; „✓ Aktiv“ im Menü schließt es wieder.

So liest du ihn

  • Spekulanten (Leveraged Funds, Managed Money, Non-Commercials) folgen meist dem Trend. Eine Netto-Position nahe am 3-Jahres-Hoch heißt: Die Wette ist voll, neue Käufer werden knapp, und ein Abbau kann den Kurs schnell drücken. Ein Extrem auf der Short-Seite birgt umgekehrt das Risiko eines Short Squeeze.
  • Absicherer (Commercials, Produzenten / Händler) handeln oft gegen den Trend: Sie verkaufen auf Termin, wenn die Preise hoch sind. Ihre Extreme gelten deshalb oft als Gegensignal.
  • Futures sind ein Nullsummenspiel: Zu jedem Long gehört ein Short. Die Netto-Positionen aller Gruppen eines Berichts gleichen sich zusammen aus; steht eine Gruppe extrem long, steht eine andere entsprechend short.
  • CME Bitcoin: Leveraged Funds sind hier oft deutlich netto short. Ein großer Teil davon ist Basis-Handel, also Bitcoin oder ETF-Anteile kaufen und den Future verkaufen, um den Aufschlag des Futures einzustreichen. Das ist keine Wette auf fallende Kurse.
  • Tempo: Der Bericht kommt wöchentlich und drei Tage nach dem Stichtag. Er beschreibt die Lage, er ist kein Signal für den nächsten Tag.

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