IndikatorenIndikatoren im Überblick

Indikatoren im Überblick

Das Indikatoren-Menü mit Kategorien und Suche, Hinzufügen und Entfernen, Legende, Fenster unter dem Chart und der Einstellungsdialog.

Im Terminal stehen dir über 120 offizielle Indikatoren zur Verfügung: die Klassiker wie RSI, MACD und gleitende Durchschnitte, Orderflow-Werkzeuge wie Heatmap und Footprint, Derivate-Daten, On-Chain-Kennzahlen, Makro-Reihen und die Studien, die mantacharts selbst entwickelt hat. Dazu kommen deine eigenen Scripts und die der Community.

Diese Seite erklärt, wie du Indikatoren findest, auf den Chart legst, einstellst und wieder entfernst. Ebenen ausblenden und ganze Zusammenstellungen speichern erklärt Layers und gespeicherte Ansichten. Was die einzelnen Indikatoren messen, steht auf den Seiten der Kategorien:

Das Indikatoren-Menü öffnen

Du hast drei Wege:

  1. Obere Leiste → Indikatoren. Die Zahl am Knopf zeigt, wie viele Indikatoren gerade auf dem Chart liegen.
  2. Die Taste /, solange der Fokus nicht in einem Eingabefeld liegt.
  3. Die Supersuche mit StrgK (Mac: CmdK): Tipp einen Namen ein, die Treffer stehen unter „Indikatoren“. Enter schaltet den markierten Indikator an oder aus, aktive tragen den Hinweis „Aktiv“.

Beim Öffnen liegt der Cursor im Suchfeld, du kannst also sofort lostippen.

Aufbau des Menüs

Quelle: Offiziell, Community, Eigene

Oben rechts wählst du, wessen Indikatoren du siehst:

  • Offiziell: alles, was mantacharts mitliefert. Standardansicht.
  • Community: veröffentlichte Scripts anderer Mitglieder, mit „von @name“ hinter dem Titel.
  • Eigene: deine eigenen CoinScript-Indikatoren. Daneben stehen ihr Status („Privat“, „Öffentlich“ oder „Auf Einladung“) und die Knöpfe „Veröffentlichen“ oder „Verwalten“.

Der Knopf Script neben dem Suchfeld öffnet den Code-Editor, in dem du einen eigenen Indikator schreibst. Wie das geht, steht im Bereich CoinScript.

Kategorien

Unter dem Suchfeld liegen die Kategorien, jede mit der Zahl ihrer Einträge:

ReiterWas drin ist
Allealle Einträge der gewählten Quelle
Indikatorenalles, was nur aus Kurs und Volumen rechnet: Klassiker, Oszillatoren, Durchschnitte, Kanäle, mantacharts-Studien
UnternehmenUmsatz, Gewinn, KGV, Prognosen, Marge und Bilanz einer Aktie, bei Treasury-Unternehmen und Minern auch mNAV und Hashprice, jede in einem Fenster unter dem Chart, und die Krypto-Bestände als Linie im Chart; nur auf Aktien
OrderflowHeatmap, Trades, Footprint, Profile, Liquidationen, Open Interest, Funding
On-ChainBlockchain-Daten wie MVRV, SOPR, Netflow, Hashrate
MakroZinsen, Geldmenge, Dollar, Stimmung, Stablecoins, News und Prediction Markets
Optionendas GEX-Profil für BTC und ETH

Die Kategorie richtet sich nach der Art der Daten, die ein Indikator auswertet: Was nur den Kurs braucht, steht unter Indikatoren, was Blockchain-Daten liest, unter On-Chain, und so weiter. Ganz oben in jeder Kategorie stehen die Grundwerkzeuge ohne Überschrift, darunter folgen Gruppen mit eigener Überschrift, zum Beispiel „Oszillatoren“, „Gleitende Durchschnitte“ oder „Makro & Liquidität“. Im Reiter Alle steht vor jedem Namen klein seine Kategorie.

Zeigt der Chart eine Aktie, fehlen Orderflow und On-Chain, als Reiter wie in Alle und in der Suche. Ausnahme sind Aktien mit Bezug zu Krypto, etwa Strategy, Coinbase, die Bitcoin-Miner oder Bitcoin- und Ether-ETFs: Dort stehen alle Kategorien. Den Reiter Unternehmen gibt es umgekehrt nur auf Aktien. Was schon auf dem Chart liegt, zeigt der Reiter Aktiv immer.

Suchen

Die Suche durchsucht Namen, Beschreibungen und Gruppennamen. Du findest also auch mit „Oszillatoren“, „Liquidität“ oder „Halving“ etwas. Den Börsen-Netflow findest du zusätzlich unter seinem englischen Namen „exchange netflow“.

Die Beschreibung unter jedem Namen ist auf zwei Zeilen gekürzt. Fahr mit der Maus darüber, dann siehst du sie ganz.

Tastatur

TasteWirkung
↑ ↓Zeile wählen
Entergewählten Indikator hinzufügen oder entfernen
EscMenü schließen

Unten rechts im Menü steht, wie viele Indikatoren gerade aktiv sind.

Hinzufügen und Entfernen

Jede Zeile hat rechts einen Knopf. Ein Klick irgendwo auf die Zeile, auch auf Name oder Beschreibung, macht dasselbe wie dieser Knopf:

  • + Hinzufügen legt den Indikator mit seinen Standardwerten auf den Chart. Eine kurze Meldung bestätigt das.
  • ✓ 2× · + Weitere zeigt, dass er schon da ist (und wie oft). Ein Klick fügt einen weiteren hinzu, etwa einen zweiten CVD für Perps oder einen zweiten EMA mit anderer Länge. Der Papierkorb rechts daneben entfernt ihn wieder, gibt es mehrere, alle auf einmal. Einen einzelnen von mehreren entfernst du im Reiter Aktiv, in der Legende oder im Fensterkopf.
  • ✓ Aktiv steht bei Einträgen, die es nur einmal gibt (Orderbuch-Heatmap, Footprint, TPO, Volumen und Widgets). Ein Klick entfernt sie wieder.
  • keine Daten (gestrichelt, nicht klickbar) heißt: Für das Symbol oder das Intervall im Chart kann der Indikator nichts zeichnen. Fahr mit der Maus darüber, der Grund steht im Tooltip, zum Beispiel „Nur für Bitcoin verfügbar.“, „Für AAPL gibt es keine Orderbuch-Daten.“ oder „TPO / Market Profile braucht ein Intervall bis 1h“. Auch wenn die Daten gerade nicht geladen werden können, steht das hier.

Für die gängigen gleitenden Durchschnitte gibt es eigene Einträge (EMA 9, EMA 20, EMA 50 …); den SMA- und EMA-Eintrag aus den Klassikern fügst du so oft hinzu, wie du willst, und stellst jeden auf seine Länge ein.

Wie funktioniert ein Indikator?

Das ? neben dem Namen öffnet die Erklärung des Indikators: was er zeigt, wie er gerechnet wird, wie du ihn liest und was seine Einstellungen bewirken. Einfache Indikatoren sind kurz erklärt, die aufwendigeren mit allen Formeln. Unten im Fenster fügst du ihn mit Zum Chart hinzufügen direkt hinzu. Zurück oben links (oder Esc) bringt dich ins Menü zurück, genau an die Stelle, an der du warst.

Plan-Schloss

Einige Einträge tragen ein Schloss mit „Plus“ oder „Pro“:

PlanIndikatoren
PlusOrderbuch-Heatmap, Liquidations-Heatmap, alle On-Chain-Indikatoren und die mantacharts-Studien (Trendfinder, Rainbow, Z-Score, 4-Jahres-Zyklus)
ProFootprint, TPO / Market Profile, GEX-Profil, Hyperliquid Stop/TP-Karte

Reicht dein Plan nicht, öffnet „+ Hinzufügen“ den Dialog mit den Plänen, statt den Indikator hinzuzufügen. Was in welchem Plan steckt, steht unter Pläne.

Community-Scripts auf Einladung

Manche Community-Scripts sind nur auf Einladung zugänglich und tragen das Schild „Auf Einladung“. Mit Zugang anfragen bittest du den Autor um Zugriff, der Knopf zeigt danach „Angefragt“. Steht dort „Nur auf Einladung“, nimmt der Autor keine Anfragen an. Wurdest du eingeladen, steht „Eingeladen“ am Eintrag und du fügst ihn normal hinzu.

Alles auf einmal entfernen

Rechtsklick auf den Chart → „3 Indikatoren entfernen“ (die Zahl passt sich an) räumt den Chart in einem Schritt ab. In der Meldung danach holst du mit „Rückgängig“ alles zurück. Dasselbe gibt es in der Supersuche als „Alle Indikatoren entfernen“.

Tipp. Jede Änderung an Indikatoren kannst du mit StrgZ (Mac: CmdZ) rückgängig machen und mit StrgY wiederholen.

Auf dem Chart oder im eigenen Fenster

Ein Indikator landet an einer von zwei Stellen:

  • Auf dem Hauptchart (Overlay): Er wird direkt über die Kerzen gezeichnet, etwa gleitende Durchschnitte, Bollinger Bands, VWAP, Heatmap oder der Rainbow. Er bekommt eine Zeile in der Legende oben links.
  • In einem eigenen Fenster unter dem Chart: Oszillatoren wie RSI und MACD, Open Interest, Funding oder Makro-Reihen haben eine eigene Skala und einen eigenen Kopf.

Wo ein Indikator landet, ist fest vorgegeben. Eine Ausnahme ist die COT-Positionierung: Sie öffnet das Widget „COT-Report“ in einer Widget-Spalte.

Für jeden Indikator auf dem Hauptchart steht eine Zeile in der Legende: Name mit den eingestellten Werten (zum Beispiel „EMA 20“ oder „BB 20 2“), ein Punkt in seiner Farbe und die Werte an der Position des Fadenkreuzes. Fahr mit der Maus über die Zeile, dann erscheinen drei Knöpfe:

KnopfWirkung
AugeAusblenden oder wieder einblenden. Ein ausgeblendeter Indikator bleibt mit blasser Zeile in der Legende.
ZahnradEinstellungen öffnen
PapierkorbEntfernen

Ein Doppelklick auf die Zeile öffnet ebenfalls die Einstellungen. Die Knöpfe erreichst du auch mit der Tab-Taste. Kann ein Indikator für das Symbol nichts zeichnen, steht der Grund klein in seiner Zeile.

Kompakter geht es mit Farbkreisen: In den Chart-Einstellungen unter Statuszeile › Darstellung stellst du Farbkreise ein. Dann stehen die Indikatoren als Reihe gefüllter Kreise in ihrer Farbe nebeneinander, leicht überlappend. Fährst du über einen Kreis, erscheint darunter seine Zeile mit Name, Werten und den Knöpfen. Ein Klick auf den Kreis öffnet seine Einstellungen, auf dem Handy erst der zweite Tipp. Ein ausgeblendeter Indikator hat einen blassen Kreis.

Fenster unter dem Chart

Jedes Fenster hat oben links einen Kopf mit Titel und den Werten am Fadenkreuz. Dahinter steht die Quelle, zum Beispiel „Aggregiert“ oder „Binance“. Was der Kopf zeigt, stellst du in den Chart-Einstellungen unter Statuszeile ein. Fahr mit der Maus über den Kopf, dann erscheinen vier Knöpfe:

KnopfWirkung
AugeFenster ausblenden
ZahnradEinstellungen öffnen
PapierkorbEntfernen, mit „Rückgängig“ in der Meldung
PfeilEinklappen: Das Fenster schrumpft auf seine Titelzeile. Ein zweiter Klick klappt es wieder aus.

Ein Doppelklick in ein Fenster öffnet ebenfalls seine Einstellungen.

Größe ändern: Zieh die Trennlinie zwischen zwei Fenstern nach oben oder unten, sie leuchtet beim Darüberfahren auf. Mit der Tastatur geht das auch: Fokussiere die Trennlinie mit Tab und verschiebe sie mit ↑ und ↓ (mit Shift in größeren Schritten), Pos1 und Ende schieben sie bis zum Anschlag.

Fenster zusammenlegen und lösen

Zieh den Kopf eines Fensters auf ein anderes Fenster darüber oder darunter. Das Ziel leuchtet auf („„CVD · Perps“ in dieses Fenster“); lässt du los, zeichnen beide in diesem einen Fenster. Der Kopf hat dann eine Zeile je Indikator, jede mit Auge, Zahnrad, Lösen und Entfernen.

  • Lösen gibt dem Indikator wieder ein eigenes Fenster, direkt unter dem gemeinsamen. Dasselbe passiert, wenn du seine Zeile auf den Kurs-Chart ziehst.
  • Im gemeinsamen Fenster teilen sich die Indikatoren eine Skala. Liegen ihre Werte weit auseinander (ein CVD bei −23K, einer bei +50K), schalte bei jedem im Reiter Achse seiner Einstellungen Eigene Skala im gemeinsamen Fenster ein: Dann füllt jede Linie das Fenster über ihren eigenen Bereich, wie in gängigen Orderflow-Terminals.
  • Jeder Indikator hat seine Marke an der Preisachse. Unter Achse → Achsenmarke zeigt sie statt des Werts den Namen (etwa „SPOT“) oder einen eigenen Text.
  • Zusammenlegen geht nur innerhalb eines Charts und nicht, solange die Indikatoren gesichert sind. Das gemeinsame Fenster wird mit dem Arbeitsplatz und in Layouts gespeichert.
Hinweis. Ein ausgeblendetes Fenster verschwindet ganz vom Chart. Zurück holst du es über das Auge im Layers-Panel oder im Einstellungsdialog.

Sichern und Verbergen

In der Zeichenleiste links findest du zwei Schalter, die auch für Indikatoren gelten:

  • Zeichnungen und Indikatoren sichern → Indikatoren sichern (oder „Alles sichern“): Indikatoren lassen sich nicht mehr entfernen, und die Fenstergrößen sind fest. Einklappen geht weiter. Versuchst du es trotzdem, meldet das Terminal „Indikatoren sind gesichert“.
  • Alle Zeichentools verbergen → Indikatoren verbergen (oder „Alles ausblenden“): Alle Indikatoren werden vorübergehend nicht gezeichnet, bleiben aber eingestellt.

Der Einstellungsdialog

Du öffnest ihn über das Zahnrad in der Legende, im Fensterkopf oder im Layers-Panel, per Doppelklick auf eine Legendenzeile oder ein Fenster, oder über die Supersuche mit „Indikator-Einstellungen …“.

Aufbau

  • Links stehen alle Indikatoren auf dem Chart, gruppiert nach Hauptchart, Widgets und Fenster. Klick auf einen Namen, um ihn einzustellen. Das Auge daneben blendet ihn aus oder ein.
  • Rechts stehen die Einstellungen des gewählten Indikators, aufgeteilt in Reiter. Die meisten haben Allgemein (die Rechengrößen wie Länge oder Quelle) und Stil (Farben, Linienstärke). Manche haben weitere Reiter wie Anzeige, Schwellen oder Zonen. Hat ein Indikator nur einen Bereich, gibt es keine Reiter.
  • Unten setzt Standard wiederherstellen den gewählten Indikator auf seine Standardwerte zurück. Fertig schließt den Dialog.

Jede Änderung wirkt sofort auf dem Chart, du musst nichts speichern. Den Dialog kannst du an seiner Titelzeile verschieben, wenn er etwas verdeckt.

Die Bedienelemente

ElementSo funktioniert es
Zahlenfeld mit − und +Zahl in Schritten ändern. Jedes Feld hat einen erlaubten Bereich.
Schalteran oder aus
Auswahl und Umschaltereine von mehreren Möglichkeiten, etwa „Kerzen“ oder „Linie“
Farbfeldeine der vorgeschlagenen Farben oder eine eigene
Aktionsknöpfebeim Anchored VWAP zum Beispiel „Neu setzen“ und „Alle entfernen“

Farben der Studie

Viele Fenster-Indikatoren färben ihre Kurve nach Zonen, der RSI etwa im überkauften Bereich anders als im neutralen. Im Reiter Stil schaltest du Farben der Studie aus, wenn du die ganze Kurve in einer einzigen Farbe willst, und wählst sie darunter unter Farbe.

Darstellung

Indikatoren mit einer Hauptkurve, etwa Open Interest, Funding, CVD, RSI, MACD, OBV oder ein gleitender Durchschnitt, zeichnest du im Reiter Stil unter Darstellung auf fünf Arten:

DarstellungSo sieht es aus
SäulenSäulen ab der Nulllinie, gefärbt danach, ob der Wert gegenüber dem vorigen gestiegen oder gefallen ist
KerzenKerzen mit Eröffnung, Hoch, Tief und Schluss; wo der Indikator keine eigenen hat, reicht jede Kerze vom vorigen Wert zum aktuellen
Liniedie Kurve als Linie
Flächedie Linie mit gefüllter Fläche darunter
Baselinezweifarbig über und unter einer Bezugslinie: 0, wo die Werte die Null kreuzen, beim RSI die Mitte 50, sonst der erste sichtbare Wert

Ab Werk zeichnet jeder Indikator so wie bisher. Bei MACD gilt die Darstellung für das Histogramm; MACD- und Signallinie bleiben Linien.

Tipp. Bei einem eigenen Script öffnet das Zahnrad seine Einstellungen; das AI-Symbol daneben öffnet es im MantaAi-Panel. Beim GEX-Profil öffnet das Zahnrad das Widget „Optionen“, bei Prediction Markets am Preis das Widget „Prediction Markets“.

Was gespeichert wird

Welche Indikatoren auf dem Chart liegen, ihre Einstellungen und was ausgeblendet ist, gehört zu deinem Workspace und wird mit ihm gespeichert. Häufig genutzte Zusammenstellungen legst du außerdem als Ansicht im Layers-Panel ab.

Gut zu wissen

  • Bitcoin-Modelle: Viele mantacharts-Studien sind auf Bitcoin kalibriert, etwa der Rainbow, der 4-Jahres-Zyklus oder die On-Chain-Modelle. Auf anderen Symbolen stehen sie mit „keine Daten“ im Menü und dem Hinweis „Auf Bitcoin kalibriert, für andere Symbole nicht aussagekräftig.“
  • Ladezeit: Makro-, On-Chain- und Derivate-Indikatoren zeigen kurz „Lädt …“ im Fensterkopf, bis ihre Reihe da ist.
  • Auf dem Handy: Wie Menü und Legende dort funktionieren, steht unter Indikatoren und Widgets auf dem Handy.