IndikatorenMakro-Studien

Makro-Studien

Die mantacharts-Studien zu Zinsen, Inflation, Arbeitsmarkt, Liquidität, Dominanz und Stablecoins, mit Zonen, Einstellungen und Lesart.

Unter Obere Leiste → Indikatoren → Makro stehen nach den Makro-Fenstern die Studien von mantacharts, in fünf Gruppen: Markt & Rotation, Makro & Liquidität, Zyklus & Bewertung, Vergleichsreihen sowie Niveaus & Profile.

Bevor du loslegst

  • Takt: Die meisten Reihen sind Monats-, Wochen- oder Tageswerte. Die Studien sind deshalb für Tages- und Wochencharts gedacht. Auf kürzeren Intervallen steht ein Wert über viele Kerzen.
  • Verspätung: Monatszahlen wie Inflation, Arbeitslosigkeit, Industrieproduktion oder Geldmenge stehen auf dem Berichtsmonat, erscheinen aber Wochen später. Am rechten Rand fehlt deshalb oft der jüngste Monat.
  • Näherungen: Weicht eine Studie von ihrer Vorlage ab, sagt sie es im Namen („Näherung“, „US-Näherung“, „4 von 5 Komponenten“).
  • Stil: Jede Studie hat im Reiter Stil den Schalter Farben der Studie und eine Farbe.

Markt & Rotation

mantacharts: Asset-Korrelation (Gold)

Wie eng sich das Symbol im Chart und Gold über 90 Perioden gemeinsam bewegen, geglättet über 14 Perioden. Gezeigt wird die Stärke des Zusammenhangs, nicht seine Richtung. Hohe Werte sind das Warnsignal: Was mit allem anderen läuft, streut kein Risiko.

Zonen: Sehr hohe Korrelation (ab 75), Hohe (50 bis 75), Mittlere (25 bis 50), Geringe (unter 25). Einstellungen: Korrelationsfenster 90, Glättung 14.

mantacharts Bitcoin Dominance Trend

Bitcoins Anteil an der Krypto-Gesamtkapitalisierung gegen seinen eigenen 200-Tage-Durchschnitt. Über der Linie fließt Kapital eher in Bitcoin, darunter eher in Altcoins. Die Kurve sagt nicht, ob der Markt steigt, sondern wer davon profitiert. Einstellung: Durchschnitts-Länge (Tage) 200.

mantacharts: Stablecoin Suite (nur Bitcoin)

Stablecoin-Kapital im Verhältnis zu Bitcoin. Die Hauptlinie ist das Verhältnis der Stablecoin- zur Bitcoin-Marktkapitalisierung, normiert auf die eigene Spanne der letzten 200 Tage: hoch heißt viel wartendes Kapital. Die zweite Linie zeigt den Zufluss in Stablecoins über 30 und 60 Tage.

Zonen: Hohe Liquidität (über 0,7), Neutral (0,3 bis 0,7), Wenig Kaufkraft (unter 0,3). Gedacht für den Tageschart.

mantacharts Stablecoin Supply Ratio (SSR) (nur Bitcoin)

Bitcoin-Marktkapitalisierung geteilt durch die aller Dollar-Stablecoins, als Z-Score über 200 Perioden. Ein hoher Wert heißt: Bitcoin ist im Verhältnis zum Kapital, das sofort kaufen könnte, teuer geworden. Ein tiefer Wert heißt, es liegt viel Kaufkraft bereit. Der Nenner folgt der üblichen Definition des SSR, der rohe Wert ist also mit anderen SSR-Charts vergleichbar.

Zonen: Extrem hoch (ab +4σ), Überkauft (+2 bis +4σ), Neutral (−2 bis +2σ), Überverkauft (−4 bis −2σ), Extrem niedrig (unter −4σ). Einstellungen: Z-Score-Fenster 200, Glättung 3. Gedacht für den Tageschart.

mantacharts: USDT.D Divergenz (Näherung)

Die Tagesrendite des Symbols minus die Tagesveränderung des USDT-Anteils am Kryptokapital, über 14 Perioden geglättet. Positive Werte heißen: Der Kurs steigt, während Kapital die Stablecoins verlässt. Beides ist derselbe Risikoappetit.

Zonen: Deutliche Outperformance (ab +1,0) bis Deutliche Underperformance (unter −1,0). Einstellung: Glättung 14.

mantacharts: USDT Dominance Score

Der Z-Score der USDT-Dominanz gegen ihren Mittelwert der letzten 365 Tage, geglättet und bei ±3σ gekappt. Hoch heißt: Ungewöhnlich viel Kapital parkt in Stablecoins, das gilt als bärisch. Tief heißt, das Geld ist bereits im Markt.

Zonen: Stark bärisch (ab +1,0), Leicht bärisch, Neutral (−0,5 bis +0,5), Leicht bullisch, Stark bullisch (unter −1,0). Einstellungen: Lookback (Tage) 365, Glättung 14.

Makro & Liquidität

Zinsen

StudieWas sie zeigtZonen und Lesart
mantacharts: FEDFUNDSder effektive US-Leitzins, monatlichNullzinsnähe (unter 1 %), Akkommodierend (1 bis 3 %), Restriktiv (3 bis 5 %), Stark restriktiv (ab 5 %). Den Zielkorridor zeigt diese Studie nicht, dafür gibt es „Leitzinsen“.
mantacharts: Leitzinsendie beschlossenen Leitzinsen von Fed, EZB, Bank of Japan und Reserve Bank of AustraliaDie US-Kurve führt und ist nach Zonen gefärbt (unter 1 %, 1 bis 2,5 %, 2,5 bis 5 %, ab 5 %), die drei anderen laufen zum Vergleich. Für die Fed zeichnet die Studie die Mitte des Zielkorridors, der Korridor selbst steht als Zahl daneben.
mantacharts: US-Staatsanleihen (Renditekurve)alle elf Laufzeiten von 1 Monat bis 30 Jahre, die 10-jährige kräftigNormalerweise liegen lange Laufzeiten über kurzen. Kreuzen sich die Linien, ist die Kurve invertiert, was jeder US-Rezession seit 1970 vorausging.
mantacharts: Zinskurvedas Verhältnis (5 × 10J − 2J) / (4 × 10J)Normale Kurve (ab 1,02), Flache Kurve (1,00 bis 1,02), Invertiert (unter 1,00)
mantacharts: Real Yields Trackerdie reale Rendite 10-jähriger inflationsgeschützter Anleihen gegen die nominale, dazu die Differenz als eingepreiste InflationRestriktiv (ab +0,5 %), Leicht restriktiv, Leicht stimulierend, Stimulierend (unter −0,5 %). Über null kostet zinsloses Halten echte Kaufkraft. Einstellungen: Korrelationslänge 14, Alarm-Schwelle (%) 0,5.
mantacharts: Yen Carry Trade WatcherFed Funds Rate gegen den japanischen Tagesgeldsatz am Interbankenmarkt, monatlichCarry trägt (ab 0,10 %), Dünner Vorsprung (0 bis 0,10 %), Invertiert (unter 0 %). Dreht der Abstand, lösen sich Carry-Positionen auf, was Risikoanlagen oft zuerst trifft.

Inflation, Arbeitsmarkt, Konjunktur

StudieWas sie zeigtZonen und Lesart
mantacharts: US-Verbraucherpreisindex (CPI)Jahresrate, Monatsrate und Kernrate so gerechnet, wie das US-Arbeitsministerium sie meldet, dazu die annualisierte DreimonatsrateDeflation (unter 0 %), Im Zielbereich (0 bis 2,5 %), Erhöht (2,5 bis 5 %), Überhitzt (ab 5 %). Die Dreimonatsrate zeigt die Richtung früher als die Jahresrate.
mantacharts: Inflation Forecastdie tatsächliche CPI-Inflation gegen die Inflationserwartung des Anleihemarkts (10-jährige Breakeven-Rate) und deren 50-Perioden-Schnitt als PrognoseLiegt die Prognoselinie unter der Ist-Rate, erwartet der Markt fallende Inflation. Zonen wie beim CPI.
US-Arbeitslosenquotedie Quote, wie sie monatlich veröffentlicht wird, dazu der Dreimonatsschnitt und sein Tief der letzten zwölf MonateUnter 4 % angespannter Arbeitsmarkt, 4 bis 5 % nahe Vollbeschäftigung, 5 bis 6 % lockert sich, ab 6 % Rezessionsniveau. Der Abstand zwischen Schnitt und Tief ist die Sahm-Regel: Ein halber Prozentpunkt zeigte seit 1960 jede Rezession an.
mantacharts: UNRATEdieselbe Quote im JahresvergleichEin Anstieg gegenüber dem Vorjahr lief jeder US-Rezession seit 1950 voraus. Rot ist die Bestätigung: über null, über dem 5-Monats-Schnitt und unter dem bisherigen Hoch.
mantacharts: US Macro Phase Scoreeine Zahl von 0 bis 1 aus Industrieproduktion (30 %), Arbeitsmarkt (25 %), Zinskurve (20 %) und Abweichung der Inflation vom 2-%-Ziel (15 %)Expansion (ab 0,75), Neutral, Abkühlung, Rezessionsrisiko (unter 0,25). Einstellung: Glättung (EMA) 6. Eine fünfte Komponente der Vorlage ist nicht enthalten.
mantacharts: Global Economy Index (4 von 5 Komponenten)der Mittelwert der Z-Scores von invertiertem Dollar-Index, 10-jähriger US-Rendite, Kupfer/Gold-Verhältnis und RohölHohes Risiko (ab +1) steht für eine heiß laufende Weltwirtschaft, Geringes Risiko (unter −1) für Abkühlung. Einstellung: Vorlauf (Monate) 3. Der fünfte Baustein der Vorlage, der Baltic Dry Index, ist nicht enthalten.

Liquidität und Stress

StudieWas sie zeigtZonen und Lesart
mantacharts: QT/QE Indikator (Fed-Bilanzsumme)die wöchentliche Veränderung der Bilanzsumme der FedÜber null wächst die Bilanz (QE, Liquidität fließt zu), darunter schrumpft sie (QT). Gemessen an der Bilanzsumme, die in Stressphasen stärker ausschlägt als die gehaltenen Wertpapiere allein.
mantacharts: M2 Delta (US-M2)die prozentuale Kursänderung minus die Änderung der US-Geldmenge, über 100 Tage geglättetPositiv („Discount“): Der Kurs wächst schneller als das Geld. Negativ („Premium“): langsamer. Einstellung: Glättung (Tage) 100.
mantacharts: Liquidity Riskdie Finanzierungsbedingungen als Zahl von 0 (sehr locker) bis 1 (sehr straff), aus Leitzins, 2- und 10-jähriger Rendite, Realzins, Dollar, Fed-Bilanz und High-Yield-SpreadVery Tight (ab 0,75), Tight, Loose, Very Loose (bis 0,25). Beschreibt das Umfeld für Risikoanlagen, nicht ihre Richtung. Auch auf 1h und 4h nutzbar.
mantacharts: US Bond Market Stress Trackerein Stressindex von 0 bis 100 aus invertierter Zinskurve (40 %), Inflation (35 %), VIX (15 %) und Schwankung der 10-jährigen Rendite (10 %), die Bausteine als dünne LinienHoher Stress (über 75), Moderat (50 bis 75), Ruhig (unter 50). An den Bausteinen siehst du, woher der Stress kommt. Einstellung: Alarm-Schwelle 75.
mantacharts: BloodBath Indicator (Näherung)das Verhältnis des kurzfristigen US-Zinses zu einem angenommenen High-Yield-Spread, gegen seinen 100-Wochen-SchnittÜber dem Schnitt verteuert sich Geld schneller, als der Risikoaufschlag es trägt. Näherung: Statt der 3-Monats-Rendite dient die Fed Funds Rate, und der Spread ist eine feste angenommene Rendite. Ab einem Zins von 6 % verliert die Formel ihren Sinn. Einstellung: HYG-Rendite (%) 6.

Zyklus & Bewertung

mantacharts: BTC Fear & Greed Index (nur Bitcoin)

Der Krypto-Fear-&-Greed-Index mit Zonen: Extreme Gier (ab 75), Gier (ab 56), Neutral (ab 45), Angst (ab 25), Extreme Angst (unter 25). Liegt der Index gerade nicht vor, zeichnet die Studie ersatzweise einen selbst gerechneten Momentum-Baustein und sagt das im Titel. Die Einstellungen SMA-Länge (125) und Glättung (3) gelten für diesen Ersatz.

mantacharts: BTC Ultimate Signal Indicator (nur Bitcoin)

Drei Bausteine in einem Fenster: das Trendsignal des Trendfinders (Hauptlinie), der Short-Term Risk Score und der Z-Score des Stablecoin Supply Ratio. Ein Kauf- oder Verkaufssignal entsteht nur, wenn alle drei auf derselben Kerze auslösen. Das macht die Signale sehr selten.

Zonen: Kaufsignal aktiv, Trend aufwärts, Trend abwärts, Verkaufssignal aktiv. Einstellungen: Cooldown (Balken) 2, SSR-Länge 200, SSR-Glättung 3. Das Trendsignal braucht rund 3000 Kerzen Vorlauf, auf kurzen Ausschnitten bleibt es leer.

mantacharts DCA Performance Tool

Die Wertentwicklung seit dem 01.01.2015, alle Reihen auf 100 normiert: das Symbol im Chart gegen S&P 500, Nasdaq 100 und die Kaufkraft des Dollars (gemessen am Wachstum der Geldmenge). Über 100 liegt eine Reihe über ihrem Startniveau.

Einstellung: Monatliche Rate ($) 100. Der Depotwert ist die Summe aller Raten mal der Wertentwicklung seit dem Start, also eher eine Einmalanlage zum Startkurs als ein echter Durchschnittskosteneffekt. Jede Vergleichsreihe beginnt dort, wo ihre Daten beginnen.

Vergleichsreihen

Diese Studien legen eine fremde Reihe über den Kurs. Sie wird in den sichtbaren Kursbereich eingepasst: Es zählt der Verlauf, nicht die Höhe. Den echten Wert der Reihe siehst du am Fadenkreuz in der Legende.

StudieWas sie zeigtEinstellungen (Standard)
mantacharts: GOLD Overlayder Goldpreis (Frontmonat-Future)keine
mantacharts: M2 Overlay (US-M2, 90 Tage Vorlauf)die US-Geldmenge, um 90 Tage nach vorn geschoben, weil Liquidität dem Kurs oft ein Quartal vorausläuftVorlauf (Tage) 90
mantacharts: Custom Symbol Overlayeine Fremdreihe logarithmisch, voreingestellt die US-Geldmenge M2, um 90 Tage vorgezogenZeitversatz (Tage) 90, Divisor 1.000.000.000
mantacharts: Global Liquiditydie Bilanzen von Fed (abzüglich Treasury-Konto und Reverse Repo), EZB und Bank of Japan in Billionen Dollar, dazu die US-Geldmenge M2 und der Zwölfmonatsschnittkeine
mantacharts: Global Liquidity Index (US-Näherung)US-Geldmenge M2 plus Fed-Bilanz in Billionen Dollar mit ZwölfmonatsschnittVorlauf anwenden aus, Vorlauf (Tage) 90, Jahresrate (YoY %) statt Niveau aus

So liest du sie: Über Monate und Quartale, nicht über Tage. Liegt ein Liquiditätsaggregat über seinem Zwölfmonatsschnitt, expandiert die Liquidität, darunter zieht sie sich zusammen.

Hinweis. Bei „Global Liquidity“ fehlen die chinesische Notenbank und die Bank of England, zusammen rund ein Fünftel des Welttotals. Die US-Näherung enthält nur den US-Block.

Niveaus & Profile

mantacharts Recession Indicator

Sucht die klassische Vorlaufkombination einer US-Rezession: Die Zinskurve (10 Jahre minus 2 Jahre) dreht aus der Inversion zurück ins Positive, und der geglättete Leitzins beginnt zu fallen. Liegen beide Ereignisse höchstens zwei Monate auseinander, gilt das Signal als ausgelöst. Auf dem Kurs markiert die Studie dann die folgenden zwölf Monate als rot schattierten Bereich „Rezession“. Die Erkennung läuft auf Monatswerten, unabhängig vom Intervall deines Charts. Keine Einstellungen außer dem Stil.